Dummy-Training

 

Das Dummytraining entstand ursprünglich in England und wurde zum Training und der Ausbildung von Jagdhunden genutzt. Damit man während der Ausbildung auf totes oder gar lebendes Wild verzichten konnte, kamen die Dummys (eng. Attrappe) zum Einsatz, die meistens aus Segeltuch- bzw. Canvasstoff-Säckchen gefüllt mit Kunststoffgranulat oder Sägemehl bestehen, die es in den unterschiedlichsten Formen, Farben, Größen und Gewichten gibt.

In der Zwischenzeit hat sich das Dummytraining zu einer eigenständigen Hundesportart entwickelt, wo man sich auf sogenannten Dummy-Prüfungen und Working-Tests mit anderen Hundeführern und ihren Hunden messen und sein Können zeigen kann. Im Dummytraining findet man durch wechselndes Gelände und den unterschiedlichsten Apportieraufgaben, eine sehr anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Arbeit für den Hund. Es werden die natürlichen Anlagen des Hundes gefordert und damit wird er geistig wie auch körperlich ausgelastet.

Da eine gute Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und Hund das A und O beim Dummytraining ist wird zugleich die Bindung gestärkt und durch das Erlernen von weiteren Signalen das miteinander erleichtert. Denn beim Dummytraining müssen Hund und Hundeführer auch über Distanz miteinander kommunizieren um gemeinsam ans Ziel zu kommen.

Das Dummytraining besteht aus drei Grundbausteinen

Markieren (gutes Beobachten ist wichtig)
Einweisen (Teamarbeit)
Suchen (immer der Nase nach)
Und neben diesen drei Bausteinen darf man die im Dummytraining so wichtige Steadiness (Standruhe) nicht vergessen, denn ohne die geht in dieser Disziplin eigentlich gar nichts. Dummytraining ist also viel mehr als nur Bällchen schmeißen und für jeden Hundeführer der einen Hund mit Spaß am Apportieren hat, eine sehr spannende und abwechslungsreiche Sportart.