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Ausbildung für alle Hunderassen Die Grundregeln der Erziehung
Frühestens mit 10 Monaten sollte die Ausbildung eines Hundes beginnen. Wir empfehlen dazu einen Erziehungskurs, unseren Anfängerkurs. Hier stehen Ihnen erfahrene Trainer zur Verfügung, die Ihnen individuell zur Hand gehen. Ausserdem bekommt Ihr Hund Kontakt zu gleichaltrigen Tieren. Anfängern raten wir dringend, auch die weitere Ausbildung auf dem Übungsplatz unter erfahrener Anleitung zu üben!
Weniger empfehlenswert ist die Ausbildung in vielen kommerziellen Hundeschulen, die oft eine Grundvoraussetzung jeder sinnvollen Hundeerziehung ausser acht lassen: Ihr Hund lernt zwar bestimmte Übungen auf spezielle Kommandos hin auszuführen, aber Sie lernen nicht, wie Sie sich ihm verständlich zu machen haben!
Zur Ausbildung gehört als Einstieg die Leinenführigkeit. Der Leinenruck ersetzt die Strafhandlung, die im Hunderudel über das Schütteln am Nackenfell erfolgt. Nie darf die Leine ständig im Zug gehalten werden! Der Hund lernt dabei, an der lockeren, zugfreien Leine zu gehen.
Für alle Erziehungsmaßnahmen gilt der Grundsatz, dass der Hund lernen muss, sich ein- und unterzuordnen. Erwecken Sie bei ihm nie die Hoffnung, selbst Rudelführer zu werden. Neben den Hörzeichen werden zusätzlich eindeutige Sichtzeichen gegeben, die dem Hund begreiflich machen, was man von ihm will.
Kaum eine Übung hat für den praktischen Alltag einen höheren Stellenwert als die Platz-Übung, wenn man einmal von der Leinenführigkeit absieht. Bereits den Welpen kann man ganz nebenbei an das Hörzeichen "Platz" gewöhnen, indem man es immer dann anwendet, wenn er sich hinlegt. Später muss der Hund lernen, dass er sich auf das Hörzeichen "Platz" an der Stelle, wo er sich gerade befindet, hinlegt. Diese Übungen erfordern zunächst viel Geduld und Selbstbeherrschung, aber auch eine Portion Konsequenz und Durchsetzungsvermögen.
Viele Hundehalter mühen sich bei ihren Spaziergängen oft vergeblich, den einmal von der Leine befreiten Vierbeiner wieder unter Kontrolle zu bringen. Ist er endlich an der Leine, wird er für sein Fehlverhalten ausgeschimpft und dadurch ein Kardinalfehler der Hundeerziehung begangen! Ihr Hund wird die Strafe nämlich nicht auf sein Herumstreunen beziehen, sondern auf das unmittelbar vor der Strafe ausgeführte, und das war letztendlich doch das Zurückkommen. "Ablegen in Verbindung mit Herankommen" heißt dieser Übungsteil in den Prüfungsordnungen und er hat zentralen Stellenwert für die Erziehung und Ausbildung.
Hundeausbildung für Alle
Der Vereins bietet regelmässig Erziehungskurse für Anfänger an, in denen man, ohne Mitglied werden zu müssen, mit den wesentlichen Übungen vertraut gemacht wird. Ein Mindestalter von zehn Monaten muss erreicht sein und die nötige eigene Fitness, die man bei einem Hundehalter eigentlich voraussetzen kann.
Das Ziel eines solchen Erziehungskurses entspringt dem verbreiteten Wunsch vieler Hundehalter nach einer praxisorientierten Grundausbildung ohne jegliche Einschränkung auf bestimmte Hunderassen oder Verpflichtung zu Vereinsmitgliedschaften. Ausserdem ist es eine altbekannte Tatsache, dass es zahlreiche Hundebesitzer gibt, die mit ihrem Hund nicht fertig werden, aber gerade deshalb nicht mit ihm auf einem Übungsplatz erscheinen, um sich nicht zu blamieren. Gerade auf diese Leute mit Fingerspitzengefühl einzugehen, ist eine wichtige Aufgabe unserer Trainer.
Hundehalter und Hund sollen Freude am gemeinsamen Training haben. Bei aller angebrachten Konsequenz und der notwendigen Autorität im Umgang mit dem Hund wird in der Aufbauarbeit Wert auf das spielerische Erlernen erzieherischer Grundprinzipien gelegt. Wenn man einmal erkannt hat, wie einfach ein Hund an der Leine zu führen ist, wie der Hund freudig bei der Sache ist, dann stellt sich Motivation und Begeisterung von selbst ein.
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